Justiz stellt Terror-Ermittlungen gegen Marokkaner ein

Rechtsanwalt Kurt Jelinek Presse

Der Anfangsverdacht war ebenso massiv wie aufsehen erregend: Ein 25-jähriger Marokkaner war am 19. Dezember 2016 in einem Fuschler Flüchtlingsquartier verhaftet worden, weil seine ehemalige, in Palästina lebende Freundin in einem E-Mail an die Salzburger Polizei behauptet hatte, der 25-Jährige könnte womöglich einen Terroranschlag in der Stadt Salzburg planen.


Die Auswertung der beim Marokkaner sichergestellten Handys und seines Laptops brachte keinen Hinweis auf eine allfällige terroristische Aktivität. Zudem schrieb die Ex-Freundin später in einem weiteren E-Mail an die Polizei, dass sie fälschlicherweise Anzeige gegen den jungen Mann erstattet habe. Mitte Jänner wurde der Marokkaner schließlich aus der U-Haft entlassen, da - so die Haftrichterin - nun kein dringender Tatverdacht mehr bestehe. Ende Februar wurde der 25-Jährige, verteidigt von RA Kurt Jelinek, dann angesichts eines rechtskräftigen negativen Asylbescheids in seine Heimat abgeschoben. Das Ermittlungsverfahren wurde aber fortgesetzt.

Wie die SN nun erfuhren, stellte die Staatsanwaltschaft Salzburg die Ermittlungen wegen Verdachts der "terroristischen Vereinigung" jetzt definitiv ein. Begründung: Es gebe "keinen tatsächlichen Grund zur weiteren Verfolgung".

 

Quelle: SN

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