Raser durchbrach Polizeikontrolle: Haftstrafe

Am Salzburger Landesgericht ist am Dienstag ein 28-jähriger Pinzgauer zu zwölf Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Er soll als Autoraser durch eine Polizei-Straßensperre gefahren sein, Polizisten mussten sich retten.

Der Vorfall passierte bei einer Verkehrskontrolle bei Neukirchen am Großvenediger (Pinzgau) am 23. Juni: Zwei Polizisten wollten den Mittersiller zur Lenker- und Fahrzeugkontrolle anhalten. Doch der 28-Jährige stieg aufs Gas und durchbrach die Straßensperre der Polizei. Einer der beiden Beamten konnte sich nur durch einen Sprung auf die Seite retten.

Flucht mit Tempo 190 durch Ortsgebiete

Danach soll der 28-Jährige auf der Flucht vor der Polizei bei Regenwetter bis nach Mittersill gerast sein – zum Teil mit 190 Stundenkilometern durch Ortsgebiete und auf der Gegenfahrbahn. Andere Verkehrsteilnehmer hätten nur durch Notbremsungen und Ausweichmanöver Kollisionen vermeiden können, so die Anklage.

Der Mittersiller wurde deshalb wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Von den zwölf Monaten Haftstrafe muss der 28-Jährige drei Monate unbedingt absitzen. Verteidiger Kurt Jelinek nahm im Namen seines Mandanten das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Damit ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

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