Sechs illegale syrische Flüchtlinge im Auto: Haft für Schlepper in Salzburg

Zehn Monate teilbedingte Haft, drei Monate davon unbedingt wegen des Verbrechens der Schlepperei: So lautet am Montag am Salzburger Landesgericht das noch nicht rechtskräftige Urteil für einen in Deutschland lebenden gebürtigen Syrer (39).

Der inzwischen staatenlose 39-Jährige war am 3. September 2021 im Flachgau an der Grenze zu Bayern angehalten und festgenommen worden, weil er laut Strafantrag sechs illegale Flüchtlinge aus Syrien mit seinem Fahrzeug gegen Entgelt über Deutschland nach Holland oder Belgien schleusen wollte. Die über Ungarn eingeschleusten Syrer hatte der Angeklagte demnach in Wien übernommen.

RA Kurt Jelinek, Verteidiger des geständigen, unbescholtenen Angeklagten, sagte im Prozess vor Richterin Madeleine Vilsecker, seinem Mandanten seien in Deutschland "1000 Euro für die Schleppung angeboten worden. Er war naiv und sagte zu. Es tut ihm sehr leid."

 

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