Vorwurf brutaler Raub: Freispruch für 27-Jährigen

Ein 27-jähriger Salzburger mit türkischen Wurzeln musste am Dienstag wegen der Vorwürfe des schweren Raubs und der absichtlichen schweren Körperverletzung vor einem Salzburger Schöffensenat (Vorsitz: Richterin Martina Pfarrkirchner) Platz nehmen.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte bereits im Juli 2017 in der Stadt Salzburg, damals vermummt mit Sturmhaube oder Tuch, einen anderen jungen Mann in dessen Wohnung überfallen, durch Schläge mit einer Stahlrute schwer verletzt und ihm Münzgeld geraubt haben. Der Angeklagte, verteidigt von Rechtsanwalt Christoph Mandl, wies die Vorwürfe im Prozess entschieden zurück: „Ich war das nicht!“

Bemerkenswert: Das Opfer, das damals unter anderem einen Bruch der rechten Augenhöhle erlitten hatte und seinen Angaben nach auch massiv gewürgt worden war, belastete ursprünglich einen anderen Mann als angeblichen Täter – der es aber definitiv nicht war, wie sich herausstellte. Drei Monate später hatte das Opfer dann den jetzigen Angeklagten

Gericht: Widersprüche in Aussagen des Opfers

„ganz sicher als Täter erkannt“. Dazu das Opfer im Prozess: „Jemand zeigte mir ein Facebook-Foto vom jetzigen Angeklagten. Die Augenpartie war ganz genau dieselbe wie bei dem, der mich damals brutal attackiert hat.“– Der Senat sprach den Angeklagten letztlich frei. Begründung: Es gebe erhebliche Widersprüche sowohl in den Aussagen des Opfers als auch in jenen eines Zeugen.

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